Komplett neuer Neuaufbau

Ein Abstieg für einen Fußballklub ist immer gleichbedeutend mit einem Neuanfang. Budget muss eingespart werden, Leistungsträger verlassen den Klub, teilweise auch die sportliche Führungsriege und der Verein richtet sich neu aus. Nur in den seltenen Fällen kann ein Team samt Führungskräften, wie vor einem Jahr in Berlin geschehen gehalten werden. Es beginnt alles bei null. Die zuvor oft propagierte Kontinuität ist erstmal über den Haufen geworfen. Doch muss das sein? Trotz aller Bekundungen sitzen Trainer im Tabellenkeller noch immer auf einem wackeligen Stuhl. Nur selten, erhalten die Fußballlehrer die uneingeschränkte Rückendeckung. In Augsburg hat das in der letzten Saison wunderbar geklappt. Trotz drohendem Abstieg hielt die Führung an Jos Luhukay fest und der Trainer führte seine Spieler zum Klassenerhalt. Man hatte das Gefühl, dass Luhukay selbst bis zum sicheren Abstieg seinen Posten behalten hätte. In Kaiserslautern und Köln sah das anders aus. Was sicherlich auch an den unterschiedlichen Rahmenbedingungen gebunden ist. der FCA war erstmals in der Historie im Oberhaus und nur wenige trauten der Mannschaft ein zweites Jahr erste Liga zu. Beim FCK und beim EffZeh handelt es sich um Traditionsvereine, die nach eigenem Verständnis in die erste Liga gehören.

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Vertrauen versus Leistung

Vor wenigen Tagen hat Joachim Löw seinen vorläufigen Kader für die Europameisterschaft 2012 genannt. Im Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft finden sich drei Überraschungen. André ter Stegen dürfte als aktuell vierter Torhüter genauso gestrichen werden, wie Julian Draxler. Sicher mit dabei ist Cacau. Der Stuttgarter gehört seit Jahren zum Stamm der DFB-Auswahl. Trotzdem besitzt seine Nominierung einen leicht faden Beigeschmack. Der Angreifer hat eine solide, aber nicht überragende Saison gespielt. Wie in der Saison zuvor stehen für den 31-jährigen acht Ligatore auf dem Konto. Ist OK, aber nicht gut. Überragend schon gar nicht. Doch Löw ist ein bekennender Cacau-Fan. Seine Nominierung hinter den “gesetzten” Torjägern Mario Gomez und Miroslav Klose macht Sinn, weil Cacau einen anderen Spielertyp repräsentiert. Er kann von der Bank kommend nochmal für neuen Wind sorgen.

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mia san mia in Hoffenheim

Was hat sich Fußballdeutschland die Augen gerieben, den Kopf geschüttelt und geschmunzelt. Tim Wiese verlässt Werder Bremen, um endlich (mal wieder) um Titel mitzuspielen. Dauerhaft an der Champions League teilzunehmen. Real Madrid geistert (warum auch immer) durch den Pressewald und dann… landet er in Hoffenheim. Schallendes Gelächter. Was will der denn da? Und Hoffenheim? Wollte die TSG 1899 nicht sparen und die Verjüngung einleiten? Spieler aus der Region holen und Unabhängigkeit von Dietmar Hopp zelebrieren?

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