Das Offensivproblem

Vor der Saison sagte irgendjemand (sorry, ich kann nicht mehr sagen, wer es war) auf Sportradio360, dass es Borussia Dortmund in der kommenden Spielzeit schwer haben würde. Schwerer als zuletzt. Jammern auf hohem Niveau. Dabei meinte er nicht nur, dass sich der BVB nicht nur gegen den FC Bayern wohl nicht behaupten kann, sondern auch sonst Probleme bekommt. Wegen der Abwehr! Unverständnis in der Gespächsrunde. Doch schon damals nickte ich leicht. Nicht wegen Mats Hummels, der noch besser zu werden schien. Sondern wegen Neven Subotic, der bereits 2011/2012 leicht abbaute. Unverkennbar war das IV-Duo Hummels-Subotic nicht mehr so präsent, wie im Jahr zuvor. Immer mal wieder Wackler. In der Offensive nicht mehr so überzeugend. Vielleicht hat auch deshalb Felipe Santana seinen Vertrag verlängert. Weil er hoffte, dass jetzt – endlich – seine Zeit gekommen schien.

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Gedanken zur Nationalmannschaft

Nach mühsamem 3:0 gegen die Färöer Inseln folgte ein glücklicher Sieg in Österreich. Danach fragt in zwei Monaten keiner mehr. Falls Deutschland souverän durch die Qualifikation marschiert, ist das wie am Ende ohnehin egal. Man muss auch mal solche Siege einfahren, auch wenn sie sicher kein Selbstvertrauen geben. Die Nationalmannschaft könnte an den gestiegenen Erwartungen zerbrechen, weil nicht mehr nur die Ergebnisse zählen. Hier sollte auch ein gewisses Zahlendenken wieder einsetzen. Doch Fußball-Deutschland möchte mehr. Die Mannschaft hat unglaubliche Qualität, aber präsentiert sich nicht als Team. Kroos ist ein unglaublicher Fußballer. Ich bin ein absoluter Fan und habe vor einem dreiviertel Jahr gedacht, dass er den endgültigen Durchbruch geschafft hat. Er war so präsent, die zentrale Figur beim FC Bayern und unglaublich gefährlich. Doch davon ist nichts mehr übrig. Kroos taucht unter, wirkt blass und irgendwie scheint ihm das schnelle Spiel nicht zu liegen. Er ist genial, wenn er Zeit und Raum hat. Die hat er aber meistens nicht und moderne Systeme sehen das nicht vor.

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