Gedanken zur Nationalmannschaft

Nach mühsamem 3:0 gegen die Färöer Inseln folgte ein glücklicher Sieg in Österreich. Danach fragt in zwei Monaten keiner mehr. Falls Deutschland souverän durch die Qualifikation marschiert, ist das wie am Ende ohnehin egal. Man muss auch mal solche Siege einfahren, auch wenn sie sicher kein Selbstvertrauen geben. Die Nationalmannschaft könnte an den gestiegenen Erwartungen zerbrechen, weil nicht mehr nur die Ergebnisse zählen. Hier sollte auch ein gewisses Zahlendenken wieder einsetzen. Doch Fußball-Deutschland möchte mehr. Die Mannschaft hat unglaubliche Qualität, aber präsentiert sich nicht als Team. Kroos ist ein unglaublicher Fußballer. Ich bin ein absoluter Fan und habe vor einem dreiviertel Jahr gedacht, dass er den endgültigen Durchbruch geschafft hat. Er war so präsent, die zentrale Figur beim FC Bayern und unglaublich gefährlich. Doch davon ist nichts mehr übrig. Kroos taucht unter, wirkt blass und irgendwie scheint ihm das schnelle Spiel nicht zu liegen. Er ist genial, wenn er Zeit und Raum hat. Die hat er aber meistens nicht und moderne Systeme sehen das nicht vor.

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Wir haben den Zehner. Weg damit

Also irgendwie kann man den Hamburger SV immer schlechter verstehen. Sie machen es einem einfach nicht leicht. Dass sie seit Jahren an einem übertriebenen Selbstbild leiden und die Realität nur als Ausrutscher und kurze Phase ansehen, daran hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Aber dass sie alles noch schlimmer werden lassen und selbst dazu beitragen ist doch arg befremdlich. Der Kader sollte umgekrempelt wurden. Dank finanzieller Engpässe wurde der vermeintlich beste Fußballer, der Hoffnungsträger und der Kämpfer verhökert. Gekommen sind… lange Zeit niemand. Von einer ordentlichen Vorbereitung war demnach nicht zu sprechen. Irgendwann kam dann doch Bewegung in die Sache. Halbherzige wohlgemeint. Um Badelj wurde gepokert, um ihn dann zu verpflichten. Natürlich mit der Vorgabe, dass er erst verspätet anreisen darf. Irgendwann im August, wenn er mit seinem noch aktuellen Verein endgültig abgeschlossen hat. Jaja, er freut sich riesig auf die neue Aufgabe.

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Neuanfang mit neuen Söldnern

Umbruch. Neuanfang. Schlagwörter, die man immer wieder im Sommer hört. Meistens liegt eine schlechte Saison hinter der Mannschaft. Oder die Stars wurden von finanzkräftigen Gegnern aufgekauft, so dass man neu beginnen muss. Darf. Kann. Man setzt sich neue Ziele, will vieles besser machen. Auf jeden Fall anders. Das internationale Geschäft ruft schon. Tatort Hamburg.

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Rebellen am Ball

Wer 90 Minuten Zeit hat, sich für Fußball interessiert und auch vor politischen Themen nicht zurück schreckt, der sollte sich Rebellen am Ball mal anschauen. Gibt es in der arte-Mediathek. Ein großartiges Werk mit Eric Cantona, der die (politischen) Leistungen von Didier Drogba, Carlos Caszely, Rachid Mekhloufi, Predrag Pašić und Sócrates würdig, die allesamt ihre Popularität, die sie im Sport gewonnen haben genutzt haben, um Missstände in der Heimat in die Öffentlichkeit zu bringen und dagegen anzukämpfen.

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Eberls schwierigste Aufgabe

Diese Text sollte schon am Anfang der Sommerpause entstehen und fiel doch immer wieder hinten runter. Nun ist es fast zu spät, aber doch noch rechtzeitig. Borussia Mönchengladbach gilt als der große Einkäufer der Liga. Mehr Geld gaben die Fohlen aus, als die Bayern und Dortmunder. Doch kamen ebenso große Geldmengen rein. Am Ende hat Gladbach elf Millionen neu investiert, die sich wieder einspielen lassen, wenn man die Qualifikation zur Königsklasse schafft. Ein Segen für Max Eberl war der Verkauf von Marco Reus, Dante und Roman Neustädter, könnte man meinen. Finanziell gesehen. Er konnte um die 20 Millionen Euro an Ablöse einnehmen und direkt wieder investieren. Ihm standen die Türen offen, um dem Kader ein neues Gesicht zu geben, es aber vor allem sportlich weiterzuentwickeln. Mehr den Wünschen von Lucien Favre zu gestalten.

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Schließt Siem zu Kaymer auf?

Marcel Siem war immer irgendwie da, aber nie mittendrin. Siem war sicherlich ein guter Golfer, aber zur Spitze konnte und wollte man ihn nicht zählen. Selbst in Zeiten, als ein Martin Kaymer noch nicht die Golfszene eroberte, war er das Aushängeschild des Sports. Er war ein deutscher Golfer, mehr auch nicht. Golf war halt nicht so wichtig. Das änderte sich erst mit Kaymer, der die Weltrangliste erklomm und ein Majorsieg errang. Der grandiose Runden spielte und tolle Siege feierte. Der zudem smart und bescheiden war und schnell zum “Dirk Nowitzki des Golfs” ernannt wurde. Kaymer schaffte es, eine Randsportart wieder populär zu machen. Selbst Golfspielen war irgendwie in und befreit vom Schickimicki. Ich überleg(t)e sogar, mal zu einem Golfturnier zu fahren.

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Wie Spanien versucht Europa vorzuführen

Spanien stellt zweifellos seit einigen Jahren die beste Fußball-Nationalmannschaft der Welt. Das weiß das Team, dass sich in diesen Jahren kaum verändert hat selbst und lebt dieses in den Spielen vor. Es ist größtenteils Selbstvertrauen, was die Mannschaft auf den Platz zeigt. Doch man könnte schon fast von Arroganz sprechen. Arroganz, die bisher nicht bestraft wurde. Und deshalb weitergelebt wird. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich die Mannschaft erlaubt immer öfters ohne echten Stürmer zu beginnen. Im Weltfußball gab es auf dem Niveau wohl noch nie den Fall, dass eine Mannschaft schon aus Prinzip auf Stürmer verzichtet.

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Ich bin der EM-Blogger

Es war zuletzt ja schon recht ruhig hier. Einfach derbe viel zu tun. Nicht so oft fotografiert und noch weniger dazu gekommen das Material zu sichten und weiterzuverbreiten. Hole ich dann vielleicht nach. Aber sicher erst nach der Europameisterschaft. Denn mein EM 2012-Projekt wird mich in den nächsten Wochen wohl ziemlich in Anspruch nehmen. Wer mag, kann dann gern vorbeischauen und danach geht’s dann hier hoffentlich wieder verstärkt weiter.

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Komplett neuer Neuaufbau

Ein Abstieg für einen Fußballklub ist immer gleichbedeutend mit einem Neuanfang. Budget muss eingespart werden, Leistungsträger verlassen den Klub, teilweise auch die sportliche Führungsriege und der Verein richtet sich neu aus. Nur in den seltenen Fällen kann ein Team samt Führungskräften, wie vor einem Jahr in Berlin geschehen gehalten werden. Es beginnt alles bei null. Die zuvor oft propagierte Kontinuität ist erstmal über den Haufen geworfen. Doch muss das sein? Trotz aller Bekundungen sitzen Trainer im Tabellenkeller noch immer auf einem wackeligen Stuhl. Nur selten, erhalten die Fußballlehrer die uneingeschränkte Rückendeckung. In Augsburg hat das in der letzten Saison wunderbar geklappt. Trotz drohendem Abstieg hielt die Führung an Jos Luhukay fest und der Trainer führte seine Spieler zum Klassenerhalt. Man hatte das Gefühl, dass Luhukay selbst bis zum sicheren Abstieg seinen Posten behalten hätte. In Kaiserslautern und Köln sah das anders aus. Was sicherlich auch an den unterschiedlichen Rahmenbedingungen gebunden ist. der FCA war erstmals in der Historie im Oberhaus und nur wenige trauten der Mannschaft ein zweites Jahr erste Liga zu. Beim FCK und beim EffZeh handelt es sich um Traditionsvereine, die nach eigenem Verständnis in die erste Liga gehören.

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Vertrauen versus Leistung

Vor wenigen Tagen hat Joachim Löw seinen vorläufigen Kader für die Europameisterschaft 2012 genannt. Im Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft finden sich drei Überraschungen. André ter Stegen dürfte als aktuell vierter Torhüter genauso gestrichen werden, wie Julian Draxler. Sicher mit dabei ist Cacau. Der Stuttgarter gehört seit Jahren zum Stamm der DFB-Auswahl. Trotzdem besitzt seine Nominierung einen leicht faden Beigeschmack. Der Angreifer hat eine solide, aber nicht überragende Saison gespielt. Wie in der Saison zuvor stehen für den 31-jährigen acht Ligatore auf dem Konto. Ist OK, aber nicht gut. Überragend schon gar nicht. Doch Löw ist ein bekennender Cacau-Fan. Seine Nominierung hinter den “gesetzten” Torjägern Mario Gomez und Miroslav Klose macht Sinn, weil Cacau einen anderen Spielertyp repräsentiert. Er kann von der Bank kommend nochmal für neuen Wind sorgen.

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