mia san mia in Hoffenheim

Was hat sich Fußballdeutschland die Augen gerieben, den Kopf geschüttelt und geschmunzelt. Tim Wiese verlässt Werder Bremen, um endlich (mal wieder) um Titel mitzuspielen. Dauerhaft an der Champions League teilzunehmen. Real Madrid geistert (warum auch immer) durch den Pressewald und dann… landet er in Hoffenheim. Schallendes Gelächter. Was will der denn da? Und Hoffenheim? Wollte die TSG 1899 nicht sparen und die Verjüngung einleiten? Spieler aus der Region holen und Unabhängigkeit von Dietmar Hopp zelebrieren?

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Der kommende F1-Fahrer?!?

Ich ich ich, ich weiß es. Ich weiß, wer nächstes Jahr neu in der Formel1 fährt. Nennt mich Klugscheißer oder Besserwisser, Insider oder Spinner. Aber ich weiß es. Denn auch die Formel1 hat seine eigenen Gesetze und Regel. Regelmäßigkeiten und wiederkehrende Methoden. Demnach wird Jules Bianchi in der kommenden Saison in der Formel 1 fahren. Ich kann Euch sogar schon sagen, in welchem Auto! In einem Force India wird er Platz nehmen. Bianchi ist ein 22-jähriger Franzose, der 2009 die Formel 3-Euroserie gewann. In den kommenden beiden Jahren wurde er jeweils Dritter in der GP2-Serie. Sein Opa ist Mauro Bianchi, dreimaliger Weltmeister der GT-Kategorie. Zudem ist er der Großneffe von Lucien Bianchi, der ebenfalls schon in einem Formel 1-Boliden saß und zudem 1968 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann. Letzte Saison war er Testfahrer bei Ferrari. So viel zu den Fakten. Kommen wir zur Gegenwart und seinem Formel 1-Einstieg.

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RENNfahrer und RENNauto

Die Formel 1. Mehr als nur Motorsport. Ein riesiges Event mit viel Drumherum, Promis in der Boxengasse und einem unglaublichen Medienaufkommen. Bernie Ecclestone kämpft seit Jahren für eine weltweite Vermarktung und treibt die Rennen in die entlegensten Motorsportecken des Erdballs. Team holen sich gern unbekannte Fahrer aus ebenso versteckten Motorsportländern, um sich die Mitgift der Staaten und Sponsoren zu sichern. Wo bleibt da der Sport? Selbst für Fans rückt er mehr in den Hintergrund. Normale Rennen will kaum jemand sehen. Es muss krachen, es muss spektakulär sein. Rennen bei Nacht oder mitten in der Stadt sind angesagt. Und doch begeistern überraschende Überholmanöver und sportliche Höchstleistungen doch am meisten. Dann, wenn es Rad an Rad geht. Kommentatoren sprechen dann vom echten Racing.

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Vergessen, um zu kassieren

Zwei Männer. Zehn Meter voneinander entfernt. X fängt an zu pöbeln. Y schießt verbal zurück. Sie pushen sich gegenseitig hoch. Y tritt zu X hinüber, will X im Angesicht des Wortgefechts gegenüber stehen. X reagiert umgehend mit einem Faustschlag, wirft Y zu Boden, um weiter auf ihn einzuschlagen. Y reagiert seinerseits mit heftigen Schlägen. X schnappt sich ein sieben Kilo schweres Kamerastativ, um ein letztes mal zuzuschlagen. Y feuert Hasstiraden und Morddrohungen gen X während die Streithaehne auseinander getrieben werden. Frage: Wer ist der übelste Rowdy? X und Y sind sicherlich keine Waisenknaben. Beide gingen zu weit. Aber wenn man sich entscheiden muss, wählt man sicher X. Er hat den Streit angezettelt und zuerst geschlagen. Y hat sich gewährt und verbal die deutlicheren Tiefschläge gelandet. Ein Typ mit dem man keinen Streit haben möchte. Mit Raufbold X aber noch weniger. Das ist das reale Leben. Boxen ist anders!

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Rib oder Rob

Der FC Bayern München verfügt über das vielleicht beste Außenstürmerduo der Welt. Franck Ribery und Arjen Robben. So stark, wie Barcelona, Madrid und Co. (in der Breite) auch besetzt sind, auf Außen findet sich kein vergleichbares Duo. Zwei Spieler, die den entscheidenen Moment suchen und finden. Die eine Mannschaft pushen, den kleinen Unterschied ausmachen, Spiele “im Alleingang” entscheiden. Zwei geniale Fußballer. Barca hat Messi, Real Cristiano Ronaldo. München Rib & Rob. Wobei das “und” stört. Denn oftmals ist es ein Rib oder Rob.

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Ein erster Schritt Richtung Weltelite

Keinen zweiten Schritt vor dem ersten tun. Sich langsam entwickeln. Strukturen aufbauen. Sich langsam steigern. Aufschließen, Erfolge feiern, auf sich aufmerksam machen und weiter wachsen. Das dürfte für viele Sportler, Mannschaften und Sportarten gelten. Ganz unten anfangen. Heißt es auch für den deutschen Radsport. Zumindest was die Teamseite betrifft. Deutsche Fahrer gehören noch immer (oder schon wieder) zur (erweiterten) Weltspitze. Ein Team in der höchsten Kategorie fehlt. Vor Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, als Telekom immer ein kräftiges Wort mitsprach, Gerolsteiner Erfolge feierte und auch Milram mitmischte. Alles Geschichte. Die Zukunft heißt NetApp. Als das 2009 gegründete Team in den Radsport einstieg, mussten manche Fans noch müde lächeln. Mit Jens Heppner und Enrico Poitschke übernahmen zwei ehemalige Profis die Leitung, wollten aber nicht mit Gewalt und jeder Menge Geld in die oberste Garde aufsteigen, sondern die Mannschaft organisch wachsen lassen.

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Renaissance des deutschen Ski Alpin der Herren?

Man musste sich schon verwundert die Augen reiben.
Vor wenigen Tagen stand wirklich ein deutscher SkiAlpiner aus dem Podest. Nicht in einem Einladungsrennen. Nicht im Europacup. Sondern im Weltcup der Weltbesten. In einem Rennen, an dem die Weltbesten am Start waren. Und der junge Mann auf dem Stockerl hörte nicht mal auf den Namen Neureuther.

Felix, der vor Jahren als große Hoffnung des deutschen Ski Alpin der Herren galt, musste verletzungsbedingt auf den Saisonstart verzichten.

Dass die ersten beiden Riesenslaloms der Saison aus deutscher Sicht trotzdem nicht zum Vergessen waren, lag an Fritz Dopfer.
Der 24-jährige raste zuerst am Sonntag auf Platz drei und zwei Tage später bestätigte er seine Leistung mit Position sieben.
Also keine Eintagsfliege oder einfach nur Glück?

Das wird sich erst noch zeigen müssen.
Doch die Hoffnung ist durchaus berechtigt.

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Das Leid der Randsportarten

Randsportarten haben es nicht leicht. Nur direkt Beteiligte, Familienmitglieder, enge Freunde und Freaks interessieren sich für diesen Sport und verfolgen ihn intensiv. Selbst härteste Sportbegeisterte können kaum folgen. Denn im Fernsehen sieht man nur kaum oder nur äußerst selten, meist zu Großereignissen aktuelle Berichte. Die großen Medien berichten kaum und das grundsätzliche Interesse reicht nicht, um Fachmedien zu lesen.

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Der schmale Grad zwischen spektakulär und Rambo

Noch vor wenigen Jahren galt Lewis Hamilton als die Attraktion im Formel 1-Zirkus. Er wurde geliebt, weil der dem Motorsport nach dem Abschied von Michael Schumacher neuen Glanz verlieh. Hamilton war anders. Er eckte an, konnte aber vor allem auf der Strecke überzeugen. Er war schnell, wild und mutig. Er traute sich, wovor andere zurück schreckten. Er setzte zu spektakulären Überholmanövern an, hielt dagegen und sorgte für Action.

Das freute Zuschauer und damit auch die Formel 1.

Nachdem er sich 2007 einen harten Kampf mit Kimi Räikkönen lieferte (und um einen Punkt verlor), wurde er eine Saison später völlig zurecht Weltmeister.

Jetzt hat die Formel 1 andere Helden.

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